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Ich bin Jahrgang 1958 und beschäftige mich
schon seit meinem fünften Lebensjahr mit Pferden . Zwar bestand diese
Beschäftigung zunächst mehr aus neben dem Pferd, bzw. erst einmal Pony
zu liegen, aber dies konnte mich keinesfalls davon abhalten mich diesen
"Tieren" weiterhin zu widmen...
Nun, ich wurde größer, die Ponys auch und zwischenzeitlich bin ich dann
auch bis zu einem richtigen Reitstall vorgedrungen indem ich fortan unter
Anleitung die Hohe Kunst des "nicht vom Pferd Fallens" lernte.
Als ich hierin recht fit war durfte ich mit zarten 13 Jahren mein
bronzenes Reitabzeichen machen.
Bis dahin gab es für mich nur "Englisch - reiten". Von
Westernreiten kannte ich nur soviel als das es der Reitstil war, den die
amerikanischen Cowboys praktizierten. Wie es der Zufall wollte, verbrachte
ich mit meiner Mutter einen 14-tägigen Urlaub in Kanada, wo ich die
Möglichkeit erhielt einmal ein Westernpferd zu reiten. Nach diesem
Erlebnis stand meine Entscheidung fest: Das war reiten wie es mir
gefiel...kein ständiges Vorschreiben was mein Reittier denken und tun
soll, nein hier war Mitdenken für alle "Beteiligten" angesagt.
Kurzum, es war der Reitstil welcher auch einmal der meine werden
sollte.
Es gingen auch noch einige Jahre ins Land bis ich das erste Pferd mein
eigen nennen durfte. Es war ein Shagya - Araber Mischling namens Gash
Sahran und...er war ein Jahr alt. Dies war nun mein erstes Pferd und
völlig roh. Aber es gibt halt' für alles ein erstes Mal und ich war
recht optimistisch. Sicher war es nicht immer leicht, aber man lernt viel
dabei, voneinander, miteinander und übereinander. Später folgte dann
noch eine 14 jährige New Forest Stute, namens Debby.
Nachdem ich dann zwischenzeitlich noch die Prüfung für Berittführer,
Reiterpaß und Trekkingführer absolviert hatte, kam eigentlich wieder so
ein Zufall ins Spiel, durch den wir einen Bauernhof in der Eifel pachten
konnten. Hier begannen wir dann den Grundstein für unsere
Vollblutaraberzucht zu legen. Mit der ägyptisch gezogenen, 7 jährigen
Vollblutaraberstute Sayhalima, v. Anchor Hill Halim a.d. Sayameh fingen
wir sehr klein, aber sehr stolz an, unsere "Familie" zu
gründen.
Das war 1986.....wir hatten das Glück, dass diese Stute mir während der
ganzen Zuchtzeit (ich habe sie nicht jedes Jahr decken lassen) drei Stuten
geschenkt hat, mit denen ich weiter gezüchtet habe. Durch
Nachgeburtsverhalten beim ersten, bei mir geborenen Fohlen war es auch
diese Stute, die mich auf den Weg zu dem gebracht hat, was ich jetzt
mache, nämlich Tierheilpraktikerin. Sie wollte das Fohlen, durch die
Schmerzen nicht annehmen und dabei konnte mir auch kein Tierarzt helfen.
Hier nun kam bei mir das erste homöopathische Mittel zum Einsatz, es war
übrigens Pulsatilla......und es sollte nicht das letzte sein!
Nach einer THP Ausbildung, 15 Jahren Pensionspferdehaltung, Fohlenaufzucht,
Pferdeausbildung, vielen selbst absolvierten Fortbildungen, geführten
Wanderritten und Veranstaltung mehrerer Distanzritte, ergab sich die die
Möglichkeit, endlich einen eigenen Hof zu kaufen. Was nun folgte, war ein
Umzug mit etlichen großen LKWs und 20 Pferden.
Drei meiner Pensionspferde aus der Eifel durften mit. Dabei ein heute 30
jähriger Wallach, der jetzt schon seit 10 Jahren bei mir ist und den ich
genauso liebe wie meine eigenen Pferde. Aber eigentlich gibt es bei mir
auch keinen Unterschied zwischen Pensionspferden und meinen Eigenen. Bei
mir werden alle gleich behandelt und so soll es auch bleiben!
All' das wäre nicht möglich gewesen, ohne die Mithilfe meines Mannes,
der neben seinem Hauptberuf als Koch, alles auf dem Hof macht, wozu mir
das Talent fehlt. Sei es, neue Ställe zu bauen, Zäune zu setzen, Strom
und Wasser zu verlegen und so viele andere Dinge......
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